da verfinstert sich sogar die sonne

von 重子 夏希 3. Okt 2005 19:16 ~ 0 x senf dazu ~ edit

wer glaubt, thema des tages wäre das auszählen der nachwahlstimmen im wahlkreis 160 in dresden gewesen, der irrt sich.
allerdings verwirrt mich das ganze schon mal wieder. die spd bekommt 28%, die linkspartei 20% und die cdu gerademal 24%. trotzdem gewinnt ein cdu-mann mit 37% das direktmandat des wahlkreises? hallo, hab ich da wieder was falsch verstanden?

aber viel interessanteres ist heute vormittag zwischen 1100 und 1200 passiert. eine teilweise sonnenfinsternis. nach unserem besuch im harz, fuhren wir auf der A2 von braunschweig nach berlin und schauten erst einmal etwas verwirrt zum himmel hinauf. zunächst unsicher, ob das nun der mond oder die sonne wäre, entschieden wir, daß der mond nie unten angeknabbert ist, sondern immer irgendwie an der seite. und erinnerten uns, daß hannes vor kurzem so eine komische sonnenfinsternisbeobachtungsbrille aus der schule mitgebracht hatte. so begriffen wir denn endlich, daß das wirklich eine sonnenfinsternis sein mußte. wie man auf dem bild sieht, hatten wir auch noch das wetter auf unserer seite, ein recht kräftiger nebel, ohne den man das schauspiel wahrscheinlich nicht mal bemerkt, geschweige denn so schön hätte fotografieren können.


mal zum thema ‚tags‘

von 重子 夏希 1. Okt 2005 00:22 ~ 1 x senf dazu ~ edit

mhh … interessant finde ich ja die übersicht über ‚beliebte tags‘ bei bl♣g.de [konkurrenzprodukt unkenntlich gemacht].
bisher dachte ich immer, blogger wären irgendwie, naja, zumindest ein wenig verwegen und anrüchig. wie sie da so ihr leben vor allen ausbreiten. aber jetzt weiß ich: das lag nur daran, daß ich nur schmutzige oder verwirrte blogs gelesen habe.

nochmal zur ‚tag übersicht‘: daß ‚internet‘ und ‚kommunikation‘ als tags ganz oben stehen (so beurteile ich das nach der größe) mag nicht verwundern, verweist aber doch auf stark selbstreferentielle* neigung des bloggers an sich. (* ein wort, das lyssa sehr gern benutzt.
gesellschaft und politik stehen ebenfalls seeehr weit oben, wozu ich mich jetzt nicht weiter äußern will. (nachdem ich heute vom israelischen modell lesen mußte, hab ich genug kindergar politik für heute.
ich‘ ist natürlich auch gaaanz groß geschrieben. naja, schwamm drüber.
aber sowas wie ‚schriftstellerinnen‘ oder ‚sexy‘ ist gaaaanz klein. darüber wundere ich mich, aber was mich völlig verwirrt ist, daß ‚marko‘ und ‚rogge‘ wieder ganz groß und damit ja wohl ganz wichtig sind - was soll das denn?


zwangsläufig

von 重子 夏希 26. Sep 2005 10:32 ~ 0 x senf dazu ~ edit

‚fast zwangsläufig wird man schließlich zu der person, für die einen die anderen halten.‘
julius cäsar zugeschrieben vom autoren von ‚die iden des märz‘
gefunden in: gabriel garcía márquez, erinnerung an meine traurigen huren, s.135

das erinnert mich an meine vermutung, daß jeder wenigstens so viele persönlichkeiten in sich trägt, wie er gesprächspartner hat


selbsterkenntnis

von 重子 夏希 26. Sep 2005 10:28 ~ 0 x senf dazu ~ edit

‚ich entdeckte, daß meine obsession, jedes ding an seinem platz, jede angelegenheit zu ihrer zeit, jedes wort im richtigen stil zu haben, nicht der verdiente preis eines geordneten geistes, sondern das ganze gegenteil war, geradezu ein system der täuschung, das ich erdacht hatte, um meine unordentliche natur zu verbergen. ich entdeckte, daß ich nicht aus tugend diszipliniert bin, sondern als reaktion auf meine nachlässigkeit; daß ich mich großzügig gebe, um meine kleinlichkeit zu verdecken, daß meine vorsicht aus vorurteilen erwächst, daß ich versöhnlich bin, um nicht meiner unterdrückten wut anheim zu fallen, daß ich nur pünktlich bin, damit niemand erfährt, wie gleichgültig mir fremde zeit ist. zu guter letzt entdeckte ich, daß die liebe nicht ein seelenzustand, sondern ein zeichen des tierkreises ist.‘

gabriel garcía márquez, erinnerung an meine traurigen huren, s.92f


ärzte

von 重子 夏希 26. Sep 2005 10:14 ~ 0 x senf dazu ~ edit

simón bólivar, der glorreiche general des südamerikanischen unabhängigkeitskrieges:

„er hatte fieber und immerfort kopfschmerzen. der gemeindepfarrer bot an, einen arzt zu holen, doch er widersetzte sich: ‚wenn ich auf meine ärzte gehört hätte, läge ich schon viele jahre im grab.‘“

in: der general in seinem labyrinth von meinem derzeitigen liebling, gabriel garcía márquez



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